Kalter Entzug.

Als ich vor Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe, habe ich das einfach so gemacht. Von einem Tag auf den anderen habe ich aufgehört. Ich habe es beschlossen und durchgezogen. Als ich letztes Jahr auf einer Veranstaltung die coole Partyraucherin abgeben wollte, bekam ich einen Hustenanfall, mir wurde schlecht und der Alkohol schlug mir mit dreifacher Kraft zu. Ich war mit zwei Zügen an der Zigarette sternhagelvoll und musste nach Hause. Seit dem habe ich keine Zigarette mehr angerührt und werde es auch nicht mehr tun. Inzwischen widert mich der Geruch an und allein bei dem Gedanken an den Geschmack wird mir schlecht.

Vor einiger Zeit hörte ich auf, Süßigkeiten zu essen. Einfach so, weil ich es wollte. Nicht zum Abnehmen oder aus Fastengründen. Ich stand eines Morgens auf und beschloss, nicht mehr zu naschen. Die ersten Tage waren zugegebenermaßen nicht ganz so einfach, wie das halt so ist, wenn man Süßigkeiten sehr zugetan ist. Aber es wird leichter mit der Zeit. Und auch wenn ich vielleicht irgendwann wieder etwas Süßes essen werde, so weiß ich doch, dass ich das eigentlich nicht brauche.

Und eine Form von kaltem Entzug erlebe ich auch immer dann, wenn jemand aus meinem Leben geht, ohne dass ich es wollte, ohne dass ich es für notwendig halte, jemandem aus meinem Alltag zu schmeißen. Denn Leute gehen irgendwie nicht schleichend von mir, sondern mit Pauken und Trompeten und dem sprichwörtlichen großen Knall.

Wo gestern noch Freundschaft war oder Liebe oder Zuneigung oder irgendeine Form von Verbundenheit, ist heute nur noch schweigen. Stille, an der ich eigentlich gern zerbrechen möchte, es aber aus irgendwelchen Gründen nicht tue. Ein Gefühl, wie mit 120 km/h gegen die Wand gefahren zu sein. Leere, die ich erst mit anderen Dingen, die ich aber erst suchen muss, füllen zu versuche.

Kalter Entzug ist hart und anstrengend. Aber eigentlich auch positiv, denn wenn Du da druch bist, heißt das zwar nicht, dass Du nie wieder rückfällig wirst, aber immerhin hast Du es durch die wirklich harte Anfangszeit geschafft. Du bist ein Stück weiter gekommen, ein großes. Denn für diese Form von Entwöhnung brauchst Du so viel. Kraft, Mut, einen eisernen Willen. Und eigentlich musst man durch diese Zeit allein durch. Natürlich sind Menschen hilfreich, die ein offenes Ohr haben und eine haltene Hand austrecken. Unterm Strich muss man einzig und allein da durch.

Ich habe schon vielfältige Erfahrungen damit, einen Entzug durchzuhalten. Leider, ich finde niemand sollte über solche Fähigkeiten verfügen. Aber ich halte diese Erfahrungen für einen Schatz, denn durch ihn weiß ich, dass ich es schaffen kann. Wie immer.

Ich schaffe es, was sind schon ein paar Narben im Vergleich zum Leben?

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Ein Jahr ohne Dich.

Heute vor genau einem Jahr hast Du mich verlassen. Nach etwas mehr als 3 Monaten war ich nicht mehr wert, als eine WhatsApp. Nach dem sich der erste Schock gelegt hat, haben wir versucht, so etwas wie eine Freundschaft aufzubauen. Aber das hat einfach nicht funktioniert. So etwas kann nicht funktionieren, wenn der eine mehr will – deutlich mehr will als der andere.

Ich habe viel an Dich gedacht in den letzten 365 Tagen. Mehr als genug und wahrscheinlich auch mehr als gut für mich war. Es verging eigentlich kein Tag ohne Gedanken an Dich oder sie waren so vereinzelt übers Jahr verteilt, dass ich mich nicht daran erinnern kann.

Es gab schlimme Tage im letzten Jahr, sehr schlimme. Zum Beispiel der, als ich herausfand, dass Du eine neue Freundin hast. Das war genau an dem Tag, als ich in Hamburg war, mit meinem Kind für eine Nacht. Ich lag abends im Hotelbett und fand stöberte vorm Schlafen durch soziale Netzwerke. Und da sprang mich dieser Post einfach an. Inzwischen ziert ein Pärchenselfie Dein Profilbild.

Du hast dieses „uns“ immer anders gesehen als ich. Bei all dem Denken in den letzten Monaten und auch durch Gespräche über Dich ist mir klar geworden, dass ich für Dich nie mehr war, als ein netter Zeitvertreib, eine Gelegenheit, mal nicht allein zu sein. Ich war für Dich nie Deine Freundin, Deine Partnerin. So hast Du mich nie gesehen.

Aber ich habe Dich so gesehen und auch so gewollt. Dass meine Menschenkenntnis schlecht ist, wusste ich vorher auch schon, aber dass sie so hundsmiserabel ist, das wusste ich nicht . Ich bin schlichtweg reingefallen auf Dich. Und inzwischen weiß ich das auch. Aber ich fühle es nicht. Mein Verstand hat das alles registriert, aber mein Herz weigert sich schlicht und ergreifend das zu verstehen. Es stampft bockig mit dem Fuß auf und sagt, ich will aber.

Ich habe wirklich versucht, einen neuen Partner zu finden. Aber es geht nicht. Ich suche Dich. Mit Dir war es leicht, auf Augenhöhe, es passte einfach. Zumindest für mich. Und ich möchte es eigentlich genauso haben. Nur eben mit jemandem, der das genauso sieht wie ich und nicht jemandem wie Dir. Der mich verleugnet, versteckt, nicht einbezieht, dieses „wir“ nicht zulässt.

In den letzten Wochen war ich immer öfter in Hamburg, und unbewusst halte ich immer Ausschau nach Dir. Obwohl ich immer zu Zeiten da bin, in denen es unwahrscheinlich ist, dass Du es auch bist. Trotzdem. Und dann erwische ich mich bei dem Gedanken, was ich tun würde, wenn Du tatsächlich auftauchen würdest. Wahrscheinlich würde ich mich mit einem Hechtsprung ins Hafenbecken retten, immer noch die bessere Variante, als Dir zu begegnen.

Ich will, dass Du mich loslässt, aber mir ist klar, dass ich loslassen muss. Und das bekomme ich noch nicht hin. Ich muss dieses im Moment vorherschende Gefühl aushalten. Einfach so. Ich muss da durch. Und morgen wenn dieser bescheuerte Jahrestag vorbei ist, dann ist das vielleicht leichter.  Vielleicht ist das aber auch eine Konstruktion aus Hoffnung. Dabei könnte ich Dich nie zurücknehmen, nie. Nicht nach diesem Jahr.

Ich denke sehr oft, ich müsste doch jetzt langsam mal durch sein damit. Es müsste doch langsam mal gut sein, ich könnte doch jetzt auch mal fertig sein und vorwärts gehen. Andere sind in einem Jahr nach der Trennung schon neu vergeben, schwanger oder gar verheiratet. Ich sitz immer noch allein auf der Couch und denk an Dich. Aber ich bin eben auch anders… Ich denke und fühle anders. Ich zweifle viel zu oft, 1000 Mal zu oft. Ich zweifle vor allem an mir selbst, an der Person, die ich bin  und meiner Fähigkeit zu lieben. All diese dummen Gedanken habe ich schon Millionen Mal gedacht.

Du hast mir so sehr weh getan. Ich hätte einfach gern eine riesengroße Tube mit Heilsalbe, in der ich mich wälzen könnte und in einer Woche ist alles wieder gut. Aber ich ahne, dass das nicht funktioniert. Also muss ich das wohl oder übel einfach aushalten und jedes Hoffnungs-Samenkorn hegen und pflegen, bis vielleicht endlich einmal eines durchkommt, wächst und Früchte trägt – auch ohne grünen Daumen, denn eigentlich ist meiner eher braun.

Verdammt, es ist so schwer.

Endlich Ex.

Lieber H.,

uns verbindet eine jahrelange Beziehung, die eigentlich alles überdauert hat, was wir so erlebt haben. Kennengelernt habe ich Dich an meinem 18. Geburtstag, also vor über 18 Jahren. Du standest vor der Haustür meiner Eltern mit einem Kaktus von der Tankstelle in der Hand und wolltest Deine Freundin abholen, die zur damaligen Zeit eine sehr enge, wenn nicht sogar meine beste Freudin war. Als Geschenk brachtest Du mir diesen Kaktus mit. Ich werde das nie vergessen.

Es dauerte dann etwas über ein halbes Jahr bis zu unserem ersten Kuss, es war das magische Silvester 1999/2000. Wir feierten damals mit einer größeren Runde bei Deiner Mutter. In einem Nebenzimmer passierte es, aus einer harmlosen Umarmung war in Sekunden eine Affäre geworden. Denn meine Freundin war immer noch an Deiner Seite.

Dieser Kuss hat mein Leben verändert. Er war so wunderschön, das ich mich quasi sofort in Dich verliebt habe. Er war einzigartig und auch wenn sofort das schlechte Gewissen gegenüber Deiner/Meiner Freundin kam, ich konnte nicht anders. Ich musste es wieder tun. In dieser Nacht schlichen wir uns mehrfach davon, um weiter zu küssen und schliefen nachts im Wohnzimmer Deiner Mutter auf ISO-Matte nebeneinander ein – händchenhaltend. Mehr ist damals nicht passiert.

Aber unsere Affäre ging weiter, ich kam nicht los von Dir. Hier einen Kuss, da einen Abend, eine Nacht, eine halbe Stunde bei Dir auf der Arbeit. Wir schafften es immer, uns kurz davon zu stehlen. Du warst der Mann, dem ich meine Unschuld schenkte, dem ich immer und immer wieder alles verzieh. Du warst mein persönlicher Mr. Big, vielleicht die Liebe meines Lebens.

Ich könnte 1000 Geschichten über uns erzählen, vielleicht schreib ich irgendwann ein Buch darüber. Unsere gemeinsame Vergangenheit ist … unbeschreiblich. In jeglicher Hinsicht.

Im Grunde waren wir wie ein Paar, nur waren wir eben keines. Ich war immer nur Deine Affäre . Wirklich zusammen waren wir nie. In all den 18 Jahren sprach immer etwas dagegen. Du hast mir sehr oft das Herz gebrochen, aber ich kam nie los von Dir. Unsere Beziehung veränderte sich immer mehr. Zuletzt waren da einfach nur ein paar Nachrichten, ein bisschen Schmeichelei fürs Ego, ein paar Nettigkeiten. Gesehen haben wir uns zuletzt vor etwas mehr als 2 Jahren, eine gestohlene halbe Stunde irgendwie zusammengekratzt, keine Ahnung, was Du Deiner Freundin erzählt hast, wo Du bist.

Unsere letzte gemeinsame Nacht ist fast 6 Jahre her. Ich war damals ganz frisch getrennt und Du hast meinem geschundenen Ego und mir sehr gut getan. Am letzten Samstag hätten wir eine Chance auf eine gemeinsame Nacht gehabt. Ich habe lange gezögert, mich dann aber doch dafür entschieden. Gekniffen hast schlussendlich Du, es sei ja auch nicht „unsere letzte Chance“. Abends kamen dann aber doch wieder Nachrichten von Dir und wir haben uns böse gestritten. Und noch am Abend traf ich meine eigene Entscheidung.

Ich will nicht mehr Deine Affäre sein. Ich will aber auch nicht Deine Freundin sein, denn in untreue Männer möchte ich mich nicht mehr verlieben. Ich möchte einzig und allein Deine Ex sein. Irgendwann hast Du aufgehört, mich zu verstehen und hast damit aufgehört, mich zu nehmen, wie ich bin. Und damit kann ich nicht mehr leben. Ich will keine versteckte Frau mehr sein, die frisch rasiert und in Dessous gehüllt darauf warten muss, dass Du Dich frei machen kannst. Ich möchte das alles nicht mehr. Ich will nur noch weitergehen.

Ich werde diese gemeinsame Zeit mit Dir, ob wir nun tatsächlich zusammen waren oder über das Handy den Kontakt gehalten haben, nie vergessen. Du warst für mich immer etwas Besonderes, ich habe Dich immer gegen all meine Freundinnen (die hassten Dich alle) verteidigt, habe zu Dir gehalten. Ein Stück von mir, ja, das wird Dich immer lieben.

Aber es ist jetzt vorbei. Ohne Dir etwas davon zu sagen, habe ich am Samstag Abend mit Dir Schluss gemacht. Ich habe Dich blockiert auf allen Kanälen und es geht mir gut damit. Dies Samstag Nacht war unsere letzte Chance und wir haben sie verstreichen lassen. Ich habe abgeschlossen und den Schlüssel im Meer versenkt. Es gibt für mich kein Zurück mehr. Ich will mich nicht verstecken oder mich bloß für ein paar Stunden auf dem Bett räkeln. Es bringt mich einfach nicht weiter, es gibt mir nichts mehr. Ich fühle mich nur noch dreckig und habe ein schlechtes Gewissen Deiner Freundin gegenüber, obwohl ich sie nicht mal kenne.

Ich will nicht mehr warten, auch wenn ich auf das Wunder schon lange nicht mehr gehofft habe. Ich will nicht mehr die versteckte Frau sein, ich will raus ins Leben und vielleicht irgendwann einen Partner finden, der alles das und noch viel mehr kann, was Du nie auch nur für eine Sekunde konntest.

Du bist jetzt einfach mein Ex. Ich wünsch Dir alles Gute, leb Dein Leben nach Deinen Vorstellungen und werd glücklich, was auch immer das für Dich bedeutet.

 

Ich werde Dich immer lieben, zumindest ein bisschen.

 

Deine E.

Vom Wehtun.

Worte tun weh. Das ist eine schlicht und ergreifende Tatsache.

Manchmal öffnet man den Mund und sagt etwas, das jemand anderen verletzt.

Gestern Abend erwiderte mein eigener Vater zum Beispiel auf mein „Schönen Abend noch!“ ein „Euch auch!“. Es ist jetzt nicht so, dass ich nicht seit fast 6 Jahren allein bin. Und mein Kind macht derzeit Ferien bei ihm. Er weiß also, dass ich allein bin. Und dann tut ein „Euch auch“ einfach mal weh.

Das ist einfach das letzte Beispiel einer kilometerlangen Kette. Mich kann man mit Worten ziemlich gut verletzten. Und andere auch.

Einfache Äußerungen können zu messerscharfen Klingen werden, die einem im Tiefsten treffen. Nicht immer werden Dinge bewusst verletztend gesagt, manchmal denkt man auch einfach nicht darüber nach und macht den Mund auf. Was dann in einem unbedachten Moment rauskommt, verletzt andere Menschen einfach.

Nicht nur ausgesprochene Worte können treffen, sondern auch geschrieben, diese meistens sogar noch härter, weil es ohne Mimik und Tonfall noch schwieriger ist, die Aussage zu verstehen.

Worte tun weh. Zumindest manchmal.

Kein Nachteil.

Mein Opa pflegte zu seinen Lebzeiten stets zu sagen:

Kein Nachteil ist so groß, als dass nicht auch ein kleiner Vorteil dabei wäre.

Und je älter ich werde, desto mehr finde ich: er hat Recht. Auch wenn es nicht immer leicht ist, den Vorteil in einem Nachteil zu finden, wenn man versucht, aus jedem Stolperstein, den das Leben nunmal zwangsläufig zu bieten hat, auch nur das winzigste Portiönchen Vorteil herauszuziehen, dann ist hilft diese Erkenntnis meistens schon, mit der Situation besser umgehen zu können. Natürlich gibt es Nachteile, da ist kein Vorteil mit dabei, gar keine Frage. Es gibt einfach zu viele Grausamkeiten.

Neulich unterhielt ich mich zum Beispiel mit einer anderen Mutter, verheiratet, 2 Kinder.

Sie: „Ich beneide Dich nicht, Du musst immer alles allein machen. Alleinerziehend sein ist doch echt hart.“

Ich: „Danke. Aber weißt Du, ich mach das ja schon ne Weile ganz allein, wir haben uns gut eingespielt.“

Sie: „Das finde ich bewunderswert, trotzdem hast Du eben die ganze Verantwortung, nie Pause, keiner, der Dir mal was abnimmt. All die Nachteile…“

Ich: „Du weißt Du, dafür habe ich eben in regelmäßigen Abstände kindfreie Wochenenden, wo das Kind von Freitag Mittag bis Sonntag Abend beim Papa ist und ich tun und lassen kann, was ich will!“

Ich blickte in ein verdutztes Gesicht und musste einen Moment auf eine Antwort warten.

Sie: „Das hätte ich auch gern mal, ein kindfreies Wochenende…“

Jetzt kann man natürlich anfangen, darüber zu diskuttieren, wie frei meine freien Wochenenden denn tatsächlich sind. Denn alleinerziehend mit Kind und 2 Jobs bleibt immer irgendwas liegen, es ist einfach nicht schaffbar. Ich nutze meine freien Wochenenden häufig dafür, eben die Sachen, die liegengeblieben sind, abzuarbeiten, den Haushalt wieder auf Grund zu setzen und Dinge, die im Alltag zu viel Platz einnehmen, nachzuholen. Aber gerade dank der jüngsten Vergangenheit habe ich lernen müssen, eben auch wieder bewusst mehr für mich zu tun.

Mit einem guten Buch einfach im Bett zu bleiben. Rauszugehen an die frische Luft. Oder einen DVD-Nachmittag im Schlafanzug. Mir etwas Gutes zu kochen, etwas das  das Kind nie anrühren würde. Und einmal im Jahr fahre ich in die Hauptstadt meines Herzens, meine Lieblingsstadt. Ganz allein, ich erzähl dem Kind nicht mal davon. Dieses Wochenende gehört nur mir.

Mein Akku braucht Ladezeit und gerade jetzt nach der Umstellung in unserem Umgangsalltag ist der auch noch ein bisschen leerer als vorher. Ich versuche eigentlich immer, einen Tag zum Aufarbeiten zu nutzen und einen nur für mich. Das klappt bisher ganz gut. Ich versuche, die Zeit ohne Kind bewusst zu genießen. Denn ich weiß, dass ich das darf, ja sogar muss, wenn es mir gut gehen soll.

Klar, es ist kein Spaziergang, alleinerziehend zu sein. Aber für mich ist dieses klassische und leicht veraltete Familienbild Mutter, Vater, Kind einfach nach über 5 Jahren Alleinerziehenden-Dasein nicht mehr existent. Wo immer alle zusammen sind. Keine Pause zu haben. Mal ohne mein Kind zu sein, nur ich zu sein.

Kinder sind anstrengend. Ein Kind groß zu ziehen ist die größte Herausforderung, die ich in meinem bisherigen Leben bewältigen musste und ja immer noch muss.

Das mag jetzt wirklich egoistisch klingen, für mich ist es der Schlüssel zu mehr Entspanntheit: Mein Vorteil am Nachteil alleinerzeihend zu sein, sind meine kindfreien Wochenenden. Ohne größeren organisatorischen Aufwand einfach mal mehr als 48 Stunden ohne das dauerredende Kind, das permamente Aufmerksamkeit einfordert. Ohne Verpflichtungen, ohne um 6 Uhr aus dem Bett geschmissen zu werden. Ich liebe diese Wochenenden. Auch wenn ich putzen und die ungeliebte Steuererklärung machen muss.

Diese Wochenenden sind Luxus, mein Vorteil in diesem ganzen „Nachteil“.