1000 Fragen an mich selbst #4.

Zuerst: Entschuldigung, dass es hier gerade nur diese Beiträge gibt. Ich arbeite leider mal wieder sehr viel im Home-Office und es fehlt mir einfach total der Kopf dafür, hier abends noch etws Intelligentes von mir zu geben. Hier passiert sicherlich eine ganze Menge nebenbei, aber ich bring abends kaum noch einen klaren Satz raus. Das ändert sich bald wieder, versprochen.

Weiter gehts mit den den 1000 Fragen an mich selbst der lieben Johanna von Pinkepank. In diesem Teil Frage 61-80:

 

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
Ehrlich gesagt: Nein. Ich denke, dass wir in den Erinnerungen der Menschen weiterleben, die uns geliebt haben, aber dass es tatsächlich ein Leben nach dem Tod gibt, davon bin ich nicht überzeugt. Es endet irgendwann.

62. Auf wen bist du böse?
Auf meinen Vater. Wir haben uns in den letzten Jahren immer mehr entfremdet. Im Moment reden wir aus verschiedenen Gründen nicht mit einander und das fühlt sich auch gerade ganz richtig an. Ich bin wirklich sauer auf ihn, weil er sich in meinen Augen unmöglich benimmt. Aber das ist ein anderes Thema.

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Nein. Hier auf dem platten Land ist man aufgeschmissen, wenn man sich auf die Öffentlichen verlassen muss. Wenn ich in der Herzstadt bin, nutze ich das total gern, ich liebe den Geruch der Berliner U-Bahn. Ja, ich weiß, es riecht dort nicht besonders frisch, aber ich mag es.

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?

Die Situation mit meinen Eltern bereitet mir immer mal wieder Kummer. Natürlich hat mich die Trennung von meinem Ex-Mann auch bekümmert, aber die Zeit ging eigentlich schnell vorbei, weil ich schnell erkannt hab, dass es das Beste für mich war. Aber diese verfahrene Situation mit meinen Eltern ist schon schlimm, aber leider nicht zu ändern, zumindest im Moment nicht.

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?
Nein. Definitiv nicht. Ich wollte immer Anwältin werden oder Bankkauffrau. Ich wollte einen Job, in dem man gutes Geld verdient. Dass ich nun in einem Online-Shop sitze, damit hab ich nicht gerechnet. Ich hatte im Laufe meines Lebens eigentlich viele Berufswünsche und keiner davon ist wahr geworden. Ich bin aber glücklich dort, wo ich bin.

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?

Das ist nicht so einfach zu beantworten. Ich liebe Disco-Fox, ganz klassisch 1 – 2 – Tepp, aber die Chance bietet sich mir leider nicht so häufig. Allein tanze ich eigentlich zu ganz verschiedener Musik, wenn es mich überkommt tanz ich auch allein Wiener Walzer im Wohnzimmer. Eigentlich kann man ziemlich viele Musikrichtungen gut tanzen.

67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr? Ich würde jetzt einfach ganz salopp mit „seiner Existenz“ antworten. Single halt …

68. Was war deine größte Anschaffung? Das Eigenheim, auch wenn ich das natürlich nicht einfach bezahlt hab. Daneben insgesamt 3 Autos.

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance? Ja, eigentlich immer. Es sei denn, man verscherzt es sich so richtig mit mir. Wenn man mir eine gute Begründung geben kann, bekommt jeder seine 2. Chance. Aber mehr dann eben auch nicht.

70. Hast du viele Freunde? Nein, definitiv nicht. Dafür reichen 10 Finger locker aus.

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme? Darf ich wirklich nur eines nennen? Das ist unmöglich.

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen? Ja.

73. Wann warst du zuletzt nervös? Vor ein paar Tagen vor dem Elterngespräch in der Schule zum Thema „weiterführende Schule“.

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause. Mein Kind.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen? Meistens im Radio und Online. Klassisch Nachrichten guck ich eigentlich nie, höchstens mal eine Kurzversion.

76. Welches Märchen machst du am liebsten? Darauf kann ich nicht antworten, weil ich Märchen schon immer irgendwie nicht so toll fand.

77. Was für eine Art Humor hast du? Er ist ziemlich trocken und platt.

78. Wie oft treibst du Sport? Ich gehe viel zu Fuß, reicht das? Ich bin einfach keine Sportskanone.

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck? Ich glaube nicht.

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten? Mein Kind ist kein Ding, richtig? Dann auf Bücher und mein iphone.

 

Bald gehts weiter, ich versuche ja immer noch, aufzuholen …

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1000 Fragen an mich selbst. #3

Neue Runde – neues Glück. Das macht wirklich Spaß. Weiter gehts mit den Fragen 41-60.

41. Trennst du deinen Müll? Ja. Restmüll, Plastik, Papier und Bio-Müll. Und ich bringe auch Altglas und leere Batterien zur Sammlung.
42. Warst du gut in der Schule? Jein. In einem meiner Grundschulzeugnisse steht tatsächlich „sie arbeitet im mündlichen nur mit, wenn sie es für angebracht hält“. Sowohl die Realschule als auch die Ausbildung habe ich dann aber jeweils als Klassenbeste abgeschlossen.
43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche? 5-10 Minuten. Ich mag duschen nicht besonders, da es sich aber nicht vermeiden lässt (eine Badewanne hab ich nicht und ich bade noch weniger gern als ich dusche) bringe ich das meistens schnell hinter mich. Und da ich Haare waschen und Duschen trenne, dauert es auch nicht so lange.
44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt? Nein, eigentlich nicht.
45. Um wieviel Uhr stehst du in der Regel auf? In der Woche klingelt der Wecker um 5.45 Uhr, damit ich genügend Zeit hab, bis 6.15 Uhr auf die Snooze-Taste zu drücken um aufzustehen. Am Wochenende kommt es drauf an, ob wir was vor haben oder rumgammeln.
46. Feierst du immer deinen Geburtstag? Nein, ich habe damit aufgehört. Wenn es nach mir ginge, wäre das ein Tag wie jeder andere. Dazu geführt haben verschiedene Ereignisse.
47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook? Das variiert von 1-oft. Im Moment weniger, weil durch die neuen Regeln irgendwie kaum noch was von meinen Freunden zu sehen ist, sondern eher nur Werbung.
48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten? Hm, das Wohnzimmer vermutlich. Hier spielt sich unser Leben ab und ich verbringe hier am meisten Zeit.
49. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt? Das ist wirklich sehr lange her. Ich bin einfach kein Tierfreund. Ich mag Tiere nicht besonders, sie flößen mir Angst ein und ich kann keinen Bezug aufbauen.
50. Was kannst du richtig gut? Mir über alles zu viele Gedanken machen. Darin bin ich Weltmeister. Und Olympia-Sieger. Und Europameister. Und der Meister überhaupt.
51. Wen hast du zum ersten Mal geküsst? Meinen ersten Freund Stefan. Mit 15. Unter der Laterne vor der Disko. Hach.
52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen? Es heißt „Tanz auf Glas“. Ein Zufallsfund aus der Bücherei. Das wirkt auch ungefähr 2 Jahre nach dem Lesen noch nach. Ein tiefergreifendes Buch. Als es auf dem „Zu verschenken“-Tisch der Bücherei lag, hab ich es adoptiert.
53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus? Auf jeden Fall anders als meines, das ich damals getragen habe. Ich möchte nicht nochmal heiraten, so dass das Thema für mich ganz weit weg ist. Auf jeden Fall würde es luftiger und schlichter sein.
54. Fürchtest du dich im Dunkeln? Nein, im Grunde nicht. Nur wenn dann noch jemand hinter mir läuft, dann schon.
55. Welchen Schmuck trägst du täglich? Meine schlichte Perlenohrstecker und einen Ring, der allerdings wechselt. Ich bin kein Schmuck-Typ, ich mag keine Ketten um den Hals, weil sich das immer anfühlt wie eine Kuhglocke.
56. Mögen Kinder dich? Also mein eigenes schon. Bei „Fremden“ ist das irgendwie unterschiedlich, die einen lieben mich, die anderen eher nicht.
57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino? Ich geh eigentlich nie wirklich ins Kino, deshalb eigentlich alle. Und solche, wo man ganz schlimm weinen muss, z.B. „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Den könnte ich nicht im Kino sehen.
58. Wie mild bist du in deinem Urteil? Ich bin ehrlich gesagt selten mild. Ich habe eine klare Meinung und die steht zu 98 % auch. Und meine Meinung fasse ich schnell. Es dauert, bis diese im Zweifel widerlegt ist, aber dann stehe ich auch dazu.
59. Schläfst du in der Regel gut? Meistens schon. Es gibt aber Phasen, in denen ich wirklich schlecht schlafe. Meistens dann, wenn wieder Unruhe herrscht in meinem Leben.
60. Was ist deine neueste Entdeckung? Das meine selbstgemachte Schoko-Creme viel besser schmeckt als die Gekaufte.

1000 Fragen an mich selbst #2.

Nachdem mir der erste Teil einfach wahnsinnig gut gefallen hat, gibt es Nummer 2 heute. Vielleicht wird das so ein „Freitags-Ding“. (Vor allem kann ich die Posts gut vorbereiten und dann automatisch veröffentlichen, was meinem unkonstanten Schreibfluss wirklich entgegenkommt!)

 

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? Leider ja. Ich bin auf dem Weg, das zu ändern. Aber grundsätzlich finde ich, dass die Reaktion anderer auf das eigene Verhalten wirklich hilfreich sind, um zu sehen, wo man steht und wo man vielleicht hin möchte.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten? Sonntag Morgens im Bett liegen und lesen. Oder laue Sommerabend mit einem kalten Getränk. Leider ist nicht immer Sonntag und auch nicht immer Sommer. Der Rest ist mir eigentlich egal. Ich bin weder ein Morgen- noch ein Nachmittags- oder Abends-Typ.
23. Kannst du gut kochen? Ich denke schon. Ich bin kein Profi und weit davon ab. Aber was ich versuche, klappt eigentlich auch immer, ansonsten pfusche ich so lange bis es zumindest essbar ist.
24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten? Leider lautet die Frage  nicht, welche ich am liebsten mag, das wäre einfacher. Ich denke, der Herbst entspricht meinem Typ am meisten. Manchmal schön und strahlend und happy und manchmal eben düster und grau und trist. Ja, das kommt hin.
25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Am vorletzten Samstag. Die To-do-Liste war so lang und ich war eigentlich auch motiviert. Tatsächlich habe ich den ganzen Tag vor Netflix auf der Couch gelegen und gar nichts gemacht. Ich fühlte mich so müde und erschöpft. Es ging einfach nicht. Aber es war ok.
26. Warst du ein glückliches Kind? Definitiv nein. Dafür ist bei mir zuhause einfach zu viel schief gelaufen. Ich hoffe sehr, dass mein Kind diese Frage später mal anders beantworten wird.
27. Kaufst du oft Blumen? Im Moment ja, da kommt von jedem Einkauf ein Bund Tulpen micht nach Hause. Im Rest des Jahres eigentlich nicht, obwohl ich es mir immer vornehme.
28. Welchen Traum hast du? Ich hab viel zu viele Träume, deren Verwirklichung mir sehr am Herz liegen. Der größte und am längsten bestehende Traum ist eine Reise nach New York. Ich bin so neugierig auf diese Stadt.
29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt? Zuhause, Umzug mit der Familie, Umzug in die erste eigene Wohnung, Umzug in ein anderes Bundesland, Umzug zurück, Umzug zurück in die Heimatstadt, Umzug ins Haus. Also 7. Und demnächst irgendwann dann Nummer 8.
30. Welches Laster hast du? Bis vor einem Monat hätte ich sofort „Pepsi Light“ geantwortet. Oh, wie ich dieses Getränk geliebt habe. Aber vor etwas mehr als einem Monat hab ich aufgehört, einfach so. Kalter Entzug. Jetzt würde ich die Frage also eher mit Büchern beantworten.
31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? Durchgelesen? „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ von Abbi Waxmann, das ich gewonnen habe. Im Moment lese ich „Das Mädchen aus Brooklyn“ von Guillaume Musso.
32.Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst? Weil sie mir endlich gefällt. Ich habe immer, wirklich immer mit meinen Haaren rumexperimentiert. Von jedem Besuch beimn Friseur kam ich anders nach Hause. Und seit ca. 3 Jahren trage ich immer den gleichen Schnitt, im Sommer etwas kürzer, im Winter etwas länger. Und ich liebe ihn.
33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig? Leider ja. Ich möchte das aber wieder ändern.
34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto? Genug zum Leben. Nicht genug für Träume.
35. In welchen Laden gehst du gern? Buchhandlungen jeder Art. Allein der Geruch macht mich glücklich.
36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? Das kommt wohl auf die Kneipe an und auf die Gesellschaft. Cocktails, Sekt/Prosecco oder auch mal die typisch Norddeutsche „Mische“ (bei mir in der Variante Cola/Korn) oder eben alkoholfrei, wenn ich fahren muss.
37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? Nicht nur normalerweise, sondern immer. Das kann ich wirklich gut.
38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit? Ich würde gern selbständig schreiben, Bücher, Blogs, für eine Zeitung, irgendwas.
39. Willst du immer gewinnen? Nein. Eigentlich nicht. Ich finde es ok, auch mal zu verlieren und gönne anderen den Sieg. Natürlich gibt es Ausnahmen.
40. Gehst du in die Kirche? Nur an Weihnachten oder zu besonderen Anlässen, wie z.B. eine Hochzeit, eine Taufe oder eine Beerdigung.

1000 Fragen an mich selbst.

Durchs Lesen von Blogs (auch wenn leider nicht mehr so viele wie früher) stoße ich immer wieder auf interessante Dinge. Nun, das geht uns allen so, oder? Am liebsten mag ich aber Dinge, bei denen ich selbst aktiv werden kann. Wie ja schon bei der Aktion von Luzia Pimpinella (Teil 1 und Teil 2), die ich wirklich toll finde! Ich mag diese Frage-und-Antwort-Spiele sehr.

Nun hat Johanna von Pinkepank schon vor einiger Zeit die Reihe „1000 Fragen an mich selbst“ ins Leben gerufen und das finde ich ganz spannend. 1000 Fragen sind wirklich eine Menge, das klingt nach einer guten Herausforderung. Heute gibt es den ersten Teil, die ersten 20. Ob ich bereit bin für 1000 Fragen, weiß ich nicht. Aber: you can never be ready. Ich versuch’s trotzdem.

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Ich war im letzten Oktober das erste Mal im Prenzlauer Berg in Berlin. Vorher war dieser Teil irgendwie an mr vorbeigegangen. Ich fand es wunderschön dort!
  2. Mit wem verstehst du dich am besten? Das ist ganz schön schwierig zu beantworten, weil ich mich manchmal sogar mit mir selbst nicht so ganz verstehe. Zu sagen, es wäre das Kind, wäre auch übertrieben. Wahrscheinlich sind es wir beide: Das Kind und ich.
  3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Spiele auf dem Ipad und aufräumen. Ganz ehrlich, abends auf der Couch, brauch ich mein ipad vor der Nase um abzuschalten. Das macht natürlich überhaupt keinen Sinn, aber so ist das nun mal. Und wenn ich mir endlich abgewöhnen könnte, so unordentlich zu sein, müsste ich weniger aufräumen. Denn ich mag es gern ordentlich, bin aber unordentlich. Dass das ein Zeitfresser ist, brauche ich wohl kaum erwähnen, oder?
  4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Über die alten Gassenhauer, die meine Schwester und ich uns immer erzählen, weil wir die immer erzählen und sie eigentlich im Laufe der Zeit nur noch lustiger geworden sind. Und über so dumme Sprüche wie z.B. „Hab bei Chefkoch unter jedes vegane Rezept geschrieben, „mach Hackfleisch dran, dann gehts!“ oder „Guck mal, hab ich schon seit 6 Jahren und passt immer noch! – Das ist ein Schal!“. Über sowas kann ich wirklich lachen.
  5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Meistens nicht. Ich habe vor ein paar Wochen auf einem Konzert gestanden und Rotz und Wasser geheult, das war mir überhaupt nicht peinlich. Wenn ich vor Wut weinen muss, kann das schon unangenehmer sein. Ich weine selten, aber wenn kann ich das meistens auch gar nicht beeinflussen.
  6. Woraus besteht dein Frühstück? Toast mit Belag, der meistens sogar eher herzhaft als süß ist und Wasser. Selten mal ein Saft. Nie Kaffee oder Tee.
  7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Dem Kind, heute morgen.
  8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? In sehr wenigen und wenn ich ehrlich bin, bin ich dankbar dafür. Ich komme mit meiner Mutter schon immer besser aus als mit meinem Vater, aber wirklich gut ist unser Verhältnis nicht.
  9. Was machst du morgens als erstes? Haare waschen (ja, ich trenne das vom Duschen).
  10. Kannst du gut vorlesen? Ich glaube schon. Seit das Kind selbständig lesen kann ist es weniger geworden, aber zu Weihnachtne hab ich viel vorgelesen. Es hat sich jedenfalls noch keiner beschwert.
  11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, ich erinnere mich nicht mehr. Ich denke, bis ich 6 oder 7 war.
  12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Ein Flugticket nach New York. Mein Lebenstraum. Und einen Plotter.
  13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Absolute Ruhe. Ich wär so gern ganz schwer aus der Ruhe zu bringen.
  14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Wenn ich nur eine nennen darf, kann ich diese Frage nicht beantworten.
  15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Im Oktober 2017.
  16. Wie alt möchtest du gerne werden? Das kann ich nicht wirklich beantworten. Ich möchte nicht leiden müssen, einfach einschlafen und nicht wieder aufwachen, irgendwann. Das wäre perfekt.
  17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? Ich liebe Urlaub haben, also eigentlich an fast alle.
  18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Ich leide. Vollumfassend. Und ich komme schwer darüber hinweg.
  19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Ja. Ich mag meinen Namen einfach nicht besonders gern.
  20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Ich zweifle ständig an mir. Nervtötend, aber manchmal schützt es mich auch vor übereilten Entscheidungen.

 

Bald geht’s weiter, versprochen.

 

Der Prinz auf der Erbse.

Am Samstag musste ich spontan arbeiten und konnte den Kind zu einem Freund bringen. Eigentlich war der Samstag verplant, aber so haben das Kind und ich umgeplant und den DVD-Abend mit Fingerfood (vorm Fernseher!) von Freitag auf Samstag verschoben.

Spontan luden wir seinen Freund dazu ein, der sich total freute, schnell eine Übernachtungstasche packte und dann ins Auto stieg.

Zuhause gingen die Kinder spielen, ich machte ein bisschen Pause und wir beschlossen, gegen 18 Uhr mit den Vorbereitungen fürs Essen zu beginnen und dann den Film zu schauen.

Als es also soweit war, stürtzen die beiden in die Küche, bekundeten, Hunger zu haben. Ich stellte alles bereit und verteilte die Aufgaben. So ist das nämlich bei uns, wenn wir Fingerfood machen, dann machen wir alles gemeinsam fertig. Käse und Gemüse schneiden, Obst waschen, alles auf kleine Schüsseln verteilen. Das Gastkind meinte dann „zuhause macht Mama das immer, da müssen wir nie helfen!“. Ich entgegnte entspannt, dass es „woanders eben anders sei“ und machte weiter.

Als alles fertig war, setzen wir uns gemütlich vor den Fernseher. „Euer Fernseher ist aber klein!“, sagte das Gastkind. „Und unsere Couch ist auch viel größer, hier ist ja gar kein Platz!“ Ich holte tief Luft und sagte einfach mal nichts dazu. Ein bisschen geärgert habe ich mich natürlich schon, aber ich hielt es für besser, nichts zu sagen.

Ich forderte die Kinder zum Essen auf. „Da ist ja gar nicht wirklich etwas dabei, das ich mag!“ Mein Puls stieg leicht an. Ich erwiderte, dass wir doch genügend Auswahl hätten. „Ich mag aber keinen Käse, und Paprika auch nicht. Trockenes Brot ohne Belag ess ich auch nicht und Frikadellen mag ich nur warm.“ Gut, ich gebe zu, die Auswahl war dadurch ziemlich eingeschränkt, aber es wäre genügend da gewesen. Ich bot an, ein Brot zu schmieren, was angenommen wurde. Als ich damit um die Ecke kam. „Warum sind die Salami-Scheiben so klein, ich mag nur die großen!“ Inzwischen war ich wirklich stinkig, sagte nur, das schmeckt gleich, er solle jetzt essen.

„Der Film ist aber langweilig, da passiert ja gar nichts!“ (Es war Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – also war das genaue Gegenteil der Fall!)

„Du kannst auch ins Bett gehen, wenn Du ihn nicht sehen möchtest.“

„Wird der noch spannender?“

„Wart’s einfach ab!“

Wir quälten uns durch den Film, begleitet von mehreren „LAAANGWEILIG“-Aussagen.

Dann schickte ich die Kinder, um sich bettfertig zu machen und sich hinzulegen. Sie könnten sich gern noch was erzählen, aber es solle jetzt Ruhe einkehren. Das war gegen 21.45 Uhr. Um 22.30 Uhr kamen beide wieder angestiefelt.

Gastkind „Ich kann auf dem Fußboden nicht schlafen, das ist so hart! Und ich kann nicht bei Radio einschlafen.“

Und das war der Moment, in dem es mir dann reichte. Ich ordnete an, dass das Kind auf den Fußboden gehen sollte, während das Gastkind dann ins Bett durfte.

Morgens gab es dann noch Genörgel am Frühstückstisch.

Ich war ehrlicherweise einigermaßen froh, als das Kind abgeholt wurde. So viel Gemecker und Genörgel, ich kam mir wirklich vor wie im Märchen bei der Prinzessin auf der Erbse. Im Grunde war dem Kind überhaupt nichts Recht zu machen und das hat mich ehrlicherweise sehr geärgert. Ich war wirklich davon überzeugt, dass die Kinder sich freuen würden. Ich finde dieses Dauergenörgel ehrlicherweise auch schlechtes Benehmen und hoffe, mein Kind benimmt sich anderswo nicht so. Mir wäre das wirklich sehr unangenehm, weil ich das Benehmen als Unmöglich empfunden habe.

Mein Kind war auch sichtlich enttäuscht und wurde immer ruhiger. Es sollte so entspannt und cool werden, eigentlich fand ich es aber nur anstrengend.

 

Fünf am Fünften (2).

Es ist also schon Februar. Die Zeit vergeht tatsächlich immer schneller, oder geht nur mir das so?

Luzia Pimpinella lädt wieder zum Mitmachen bei ihrer Monatskolumne ein. Die Fragen klingen spannend. Da ich immer aus dem Bauch raus antworte, weiß ich noch gar nicht, was hier gleich so stehen wird. Also … Bereit?

 

1. Bist du morgens nach dem Aufwachen gleich richtig munter?

Nein. Niemals. Nicht mal, wenn ich um 5 Uhr aufstehe um nach Berlin zu fahren. Ich kann einfach nicht aus dem Bett springen und loslegen. Mein Wecker klingelt immer mindestens 15 Minuten vor der eigentlichen Aufstehzeit, damit ich auf jeden Fall nochmal die Snooze-Taste drücken kann. Ohne steh ich nicht auf.

2. Würdest du gern in die Zukunft blicken können?

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das möchte. Einerseits wäre ich dann auf die ein oder andere Überraschung besser vorbereitet, denn ich hasse Überraschungen nun wirklich sehr. Aber andereseits wäre das nicht irgendwie auch langweilig? Wenn alles so vorhersehbar wäre?

3. Bist du gern allein?

Grundsätzlich ja. Ich kann sehr gut allein sein und komme gut mit mir klar. Ich musste das in den letzten Jahren lernen, das Alleinsein. Am Anfang ist mir das sehr schwer gefallen, inzwischen fällt es mir meistens leicht. Ich habe die Vorzüge des Allein-Reisens entdeckt und genieße es dann sehr, mich um niemanden kümmern zu müssen.

 

ABER: Ich bin jetzt seit über 6 Jahren Single und das nervt mich sehr. Ich wünsche mir manchmal jemanden an meiner Seite, der mir mal unter die Arme greift, mal den Müll rausbringt, sich mal anhört, wie scheiße alles ist und mit mir zusammen über einen blöden Witz lacht. Das Single-Sein ist im Moment eine wirkliche Belastung für mich.

4. Traust du dich, als Erste auf die Tanzfläche zu gehen?

Nein. Das würde ich nie machen. Zusammen mit einer größeren Gruppe eine leere Tanzfläche stürmen, ist nicht das Problem. Auch als Tanzpaar den Tanz eröffnen ist nicht so schlimm, aber ganz allein als erstes. Nein, dafür fehlt mir wirklich der Mut.

5. Was war bisher die spontanste Aktion deines Lebens?

Ähm… Nun ja … Hm… Ich bin einfach nicht der spontane Typ. Ich bin neulich spontan mit meinem Kind ins Schwimmbad gefahren, aber ich schätze, das zählt nicht. Ich schmeiße nie einfach ein paar Sachen in den Koffer und düse los, ich schneide mir nicht spontan die Haare ab oder gehe einfach aus dem Haus. Fürs Streichen einer Wand habe ich eine Entscheidungszeit von 4 Tagen gebraucht, das verbuche ich mal als spontan. Ich genieße einfach gern die Vorfreude auf etwas, das würde mir fehlen, wenn ich spontan wäre. Und ich hasse spontanen Besuch, weil es durchaus pasiseren kann, dass ich mit ungewaschenen Haaren in der ollen Jogginghose auf der Couch sitze. Das wäre mir einfach peinlich. Ich werde nie spontan sein in diesem Leben, befürchte ich.

Die Sache mit dem Home-Office.

Eigentlich bin ich ja eine Büro-Tante. Also so richtig. Ich arbeite seit 5 1/2 Jahren in meiner Arbeit, so lange wie noch nie in einem Job! Ich liebe ihn. Und was sich in der Zeit alles verändert hat. Es ist Wahnsinn, was wir als Team geleistet haben, wie weit wir gekommen sind. Weil wir alle an einem Strang ziehen. Ich mag meine Arbeit, auch wenn ich manchmal so überhaupt keine Lust habe, hinzugehen.

Seit ca. 1 1/2 Jahren arbeite ich zusätzlich zuhause und schreibe Texte als Artikelbeschreibungen für unseren Online-Shop. So kann ich immer ein paar Stunden als „Puffer“ vor mir herschieben, das sorgt gerade bei Schulterminen und Krankheitstagen für ein bisschen mehr Luft.

Am Anfang fand ich diese Zusatzaufgabe total cool. Immerhin wurde mir die Gelegenheit gegeben, Texte zu schreiben, die wirklich viele Menschen lesen und die Kunden dazu animieren sollen, bei uns zu kaufen. Das machte mich total stolz und daran hat sich bisher auch wenig geändert. Es macht mir wirklich Spaß!

In der letzten Zeit war nicht viel zu tun und ehrlich gesagt, ich habe das genossen. Denn es so toll es auch ist, es ist auch anstrengend. Denn ich kann meistens erst arbeiten, wenn das Kind im Bett ist, fange also erst gegen 20 Uhr an und sitze manchmal – wenn gerade neue Ware da ist – auch mal bis 23 Uhr am Rechner. Und direkt vom Laptop ins Bett – das funktioniert bei mir nicht. Ich brauche dann immer ein bisschen um runterzukommen. Mein Tag beginnt um 5.45 Uhr und wenn er denn tatsächlich erst um 23 Uhr endet und ich noch ca. 30 Minuten brauche, um „runterzufahren“, dann ist der Tag schon ganz schön lang.

Ich könnte nicht immer im Home-Office arbeiten, dann hätte ich ein Motivationsproblem. Ich bewundere Menschen, die den ganzen Tag zuhause sind und dann tatsächlich 8 Stunden arbeiten. Ich könnte das nicht. Mir würde den ganzen Tag etwas einfallen, was ich noch „mal eben schnell“ erledigen könnte. Und ich würde wahrscheinlich das hart verdiente Geld gleich wieder in den Online-Shops dieser Welt lassen und mehr Blogbeiträge schreiben als Artikelbeschreibungen. Obwohl die Verlockung, den ganzen Tag in der Jogginghose bleiben zu können, auch nicht ganz uninteressant ist.

Ich liebe diese Balance zwischen Büro und zuhause und zum Glück habe ich keinen Druck. Natürlich muss auch mal was schnell fertig, aber dafür kann ich dann anderes schieben. Ich kann meine Zeit frei einteilen und das ist wirklich toll.

Ich bin sehr dankbar, eine Arbeit zu haben, die ich mag. Das hilft mir sehr dabei, den ganzen anderen Kram etwas leichter zu sehen.